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Großereignis des Sozialen brach alle Rekorde

Mit der Gemeinschaftsveranstaltung des 78. Deutschen Fürsorgetages und der ConSozial 2009 ging am 12. November ein einmaliges Großereignis des Sozialen zu Ende, das alle Rekorde brach: 5.721 Besucher, 22% mehr als auf der ConSozial 2008 und die dreifache Anzahl des Fürsorgetages 2006, wurden gezählt. Die Fachmesse steigerte sich mit 288 Ausstellern auf 5.340 qm Netto-Standfläche, ein Zuwachs von über 20%. Gemeinsame Veran-stalter waren der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V. und das Bayeri-sche Sozialministerium.

Vortrag Prof. Dr. Papier„Die Kontinuität des sozialen Rechtsstaats stellt für uns alle Erbe und Verpflichtung dar“, betonte Professor Dr. Hans-Jürgen Papier, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, in seinem Plenumsvortrag, der die Bedeutung des Sozialen eindrucksvoll aus dem Blickwinkel der Verfassung beleuchtete. Für eine ökosoziale Marktwirtschaft plädierte der Nachhaltigkeitsforscher Prof. Dr. Franz Josef Radermacher in seinem Abschlussvortrag. Auf beeindruckende Weise stellte er Zusammenhänge zwischen individuellem Tun, nationalstaatlicher Steuerung und globalen Auswirkungen her und betonte die Chancen für weltweit vernetztes Handeln im Angesicht der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise.

In sechs Symposien des Kongresses mit Themen wie „Zwischen Sozialstaat und Eigenverantwortung“, „Familien stärken“, „Ohne Bildung keine Teilhabe“ oder „Organisationen gestalten“ diskutierten hochrangige Experten zentrale sozialpolitische und sozialwirtschaftliche Weichenstellungen. 26 Fachvorträge lieferten aktuelles Orientierungswissen und 31 Praxisreferate und Projektpräsentationen zeigten gelungene Innovationen.
Wilhelm Schmidt, Präsident des Deutschen Vereins: „Vom Deutschen Fürsorgetag gehen regelmäßig Impulse für die politische Arbeit der nächsten Jahre aus: Bekämpfung von Kinderarmut, die Entwicklung nachhaltiger Strukturen zu Verminderung von Altersarmut und die Weiterentwicklung der Pflege seien hier nur einige Stichworte. Der Deutsche Verein wird über den Deutschen Fürsorgetag hinaus die Arbeit der Bundesregierung in diesen wichtigen Fragen begleiten und wenn nötig auch anschieben.“

Die Fachmesse überzeugte die Besucher durch ein breites Spektrum an Dienstleistungen, Produkten und Angeboten rund um Sozialmanagement und Soziale Arbeit. Erstmals waren die wichtigsten Berufs- und Fachverbände der Sozialbranche nahezu vollzählig vertreten. „Die gemeinsame Veranstaltung von 11. ConSozial und 78. Deutschem Fürsorgetag war nicht nur ein einmaliges Großereignis für die gesamte soziale Landschaft in Europa, sondern auch eine Demonstration des Stellenwertes sozialer Berufe in unserer Gesellschaft. Die Tendenz ging zu deutlich größeren Standflächen – ein Beleg dafür, dass die Sozialwirtschaft in der Finanz- und Wirt-schaftskrise ein Fels in der Brandung ist“, vermerkte Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer bei ihrem Messerundgang. Im Forum Bildung informierten sich Führungs- und Fachkräfte bei 40 Hochschulen und Instituten über aktuelle Qualifizierungsangebote. Im Marktplatz waren alle Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege, der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge sowie zahlreiche Einrichtungen und Träger mit Ständen vertreten.

Der mit 8.000 Euro dotierte ConSozial Managementpreis wurde dem Projekt „SowieDAheim“ des Main-Kinzig-Kreises verliehen, das ein innovatives Konzept der Tagespflege in Privathaushalten erprobt. Mit dem ConSozial Wissenschaftspreis wurden zu gleichen Teilen Dr. Annegret Saxe für eine Arbeit zu den Erfolgsfaktoren von Stiftungskooperationen und Alexandra Kurka-Wöbking mit Forschungen über Hilfebedarf und Versorgung älterer Menschen im kommunalen Kontext ausgezeichnet.

Die nächste ConSozial findet vom 3. bis 4. November 2010 wieder in Nürnberg statt, der nächste Fürsorgetag vom 8. bis 10. Mai 2012 in Hannover.

06.09.2010 11:18

http://www.fuersorgetag-consozial.de/index.php?section=214